August Gerken, Opa, Schuhmacher, ca. 60 Jahre
Elke Gerken, seine Enkelin, ca. 23 Jahre
„Tante“ Meta, im Hause Gerken, ca. 45 Jahre
Bernd Brunken, Bürgermeister, ca. 55 Jahre
Gerd Brunken, sein Sohn, ca. 25 Jahre
Dirk Schmiesing, Wirt zum Krug, ca. 55 Jahre
Hinnerk Schmiesing, sein Sohn, ca. 27 Jahre
Adelgunde Gieselberth, Dame aus St. Pauli, ca. 40 Jahre
Heinz Lamprecht, Architekt, ca. 28 Jahre
Renate Horstmann, Reporterin, ca. 24 Jahre
Schimannski, Kommissar, ca. 35 Jahre
Die Altersvorgaben sollen nur als Hilfestellung für den/die Spielleiter/in gedacht sein, sie können natürlich auch entsprechend variabel gestaltet werden.
Die zunehmende Landflucht der Städter, eine immer mehr auf ländliche Gebiete ausweichende Konsumgesellschaft, die ansonsten nur in Städten beheimatete Unternehmen in die Dörfer zieht, bewog mich, diese durchaus zeitgemäße Geschichte zu schreiben. Dass naturgemäß ländlich geprägte Originale, - und solche gibt es ja Gott sei Dank noch-, auf recht gegensätzlich orientierte Menschen aus der Stadt treffen, gibt diesem Stück die eigentliche Würze. Humor ist also angesagt!
Soll in einem Dorf etwas Neues eingeführt werden, ergibt sich zwangsläufiges „Für und Wider!“ Das wird dann z. B. im Dorfkrug ausdiskutiert. Auch hier treffen die „SCHNELLÜBERZEUGTEN“ mit ihren Meinungen auf die allem Neuen gegenüber „MISSTRAUISCHEN“.
Selbst die Kommune schaltet sich ein, verspricht sich Positives für den Ort. Wenn sich dann am Ende jedoch aufgrund überraschender Ermittlungen letztendlich nichts ändert und alles beim alten bleibt, hat man sich wieder einmal unnötig aufgeregt. Der dörfliche Friede ist zumindest für einige Zeit wieder gesichert.
Hinnerk Schmiesing, Seefahrer, kommt nach 5 Jahren wieder zurück nach Haus. Er prahlt mit seinen Erlebnissen und Abenteuern auf „Hoher See“. Sein erster Besuch gilt Elke Gerken, seiner Jugendliebe, die er seinerzeit Hals über Kopf verließ. Elke ist jedoch in der Zwischenzeit mit Gerd Brunken, dem Sohn des Bürgermeisters, befreundet. Dieser hat die fixe Idee, zusammen mit Elke einen Gesundgeitssalon zu eröffnen. Da platzt Adelgunde Gieselberth, eine Dame aus St. Pauli, in die dörfliche Idylle. Hinnerk ist diese Frau nicht unbekannt. Der junge Gerd Brunken gerät in die Fänge der Adelgunde, die ihrerseits im Dorf einen Massagesalon ins Leben rufen möchte.
Opa Gerdes, zum Schein schwerhörig, ist plötzlich hellwach. Man kann ihn nun des öfteren im Dorfkrug sehen, wo die besagte Dame aus St.Pauli wohnt. Auch Bürgermeistzer Bernd Brunken wittert eine neue Einnahmequelle für das Dorf und verständigt die hiesige Presse. Der Architekt Heinz Lamprecht legt bereits einen fertigen Plan vor, als Tante Meta ungewohnte Aktivitäten entwickelt und die Sache in die Hand nimmt. Es kommt zu einem überraschenden Ergebnis, an dem auch die Reporterin Renate Horstmann beteiligt ist.
Das Stück spielt irgendwo in Norddeutschland und ist zeitgemäß!
Wohnung der Familie Gerken. Tisch, 3 Stühle, Lehnstuhl, Schuhmachertisch, Dreifuß, Hocker, Radio, Vitrine, Wandbild.
In der Gastwirtschaft Schmiesing: Theke, großer Tisch, Stühle und Telefon, evtl. Bank. Über der Tür ein Schild: „Zum Dorfkrug“.